Talent Days Bodensee nehmen Form an: Internationaler Trainer:innen-Workshop setzt Fundament
für grenzüberschreitendes Nachwuchsleistungsformat
Mit einem zweitägigen internationalen Trainer:innen-Workshop in Bregenz wurde Ende April ein
wesentlicher Meilenstein in der Umsetzung der ersten Talent Days Bodensee erreicht. Das neue
Nachwuchsleistungsformat bringt ab 2026 junge Athlet:innen aus den vier Bodenseeanrainerstaaten
Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein zusammen und positioniert sich als innovatives
Modellprojekt für sportliche Zusammenarbeit, Talentförderung und olympische Wertevermittlung im
grenzüberschreitenden Kontext.
22 Trainer:innen und sportfachliche Expert:innen aus den beteiligten Regionen arbeiteten im Rahmen
des Workshops intensiv an der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung der Veranstaltung.
Vertreten waren Fachpersonen aus Verbänden, Olympischen Komitees, Leistungszentren sowie
Trainer:innen aus den Startsportarten Schwimmen, Handball, Volleyball und Klettern.

Im Mittelpunkt stand die Entwicklung qualitativ hochwertiger Trainingsprogramme für die erste
Austragung der Talent Days Bodensee von 25. bis 27. September 2026 in Bregenz und Dornbirn.
Geplant ist die Teilnahme von bis zu 300 Nachwuchstalenten im Alter zwischen 12 und 14 Jahren, die
über mehrere Tage hinweg in professionellen Trainingssettings gemeinsam arbeiten, voneinander
lernen und internationale Kontakte knüpfen werden.
Grenzüberschreitende Nachwuchsentwicklung als strategisches Zukunftsmodell
Die Talent Days Bodensee sind ein Projekt der Arbeitsgruppe Bewegung und Sport der Internationale
Bodensee-Konferenz und wurden in enger Kooperation mit den nationalen olympischen
Dachorganisationen vorbereitet: Österreichisches Olympisches Comité, Swiss Olympic, Liechtenstein
Olympic Committee sowie dem Deutscher Olympischer Sportbund.
Das Format versteht sich als nachhaltige Weiterentwicklung regionaler Sportkooperationen und
schließt an bestehende internationale Erfolgsmodelle im Nachwuchsbereich an. Ziel ist es, junge
Talente frühzeitig in ein leistungsorientiertes, aber zugleich wertebasiertes Umfeld einzubinden.
Die Trainingsarchitektur wurde bewusst multidimensional konzipiert: Ergänzend zu den
sportspezifischen Einheiten sind sportartübergreifende Athletikmodule vorgesehen. So absolvieren
etwa Schwimmer:innen und Volleyballer:innen gemeinsame Athletikeinheiten, ebenso Kletter:innen
und Handballer:innen.
Hohe Fachkompetenz und strukturierte Qualitätssicherung
Der Workshop in Bregenz zeichnete sich durch eine hohe fachliche Dichte aus. In interdisziplinären
Arbeitsphasen wurden Trainingsinhalte, Belastungssteuerung, Athlet:innenbetreuung,
Sicherheitskonzepte sowie Ablauf- und Infrastrukturfragen abgestimmt.
Zusätzlich erfolgten Begehungen der vorgesehenen Sportstätten in Bregenz und Dornbirn, um
operative Abläufe, Wegeführungen und sportartspezifische Anforderungen frühzeitig zu evaluieren.
Mit der Austragung in Vorarlberg entsteht ein neues internationales Schaufenster für
qualitätsorientierte Nachwuchsförderung. Besonders hervorzuheben ist die geplante Eröffnungsfeier
im Festspielhaus Bregenz mit direktem Bezug zur international bekannten Seebühne.
Ergänzend werden sportbezogene Erlebnisstationen, Challenges und interaktive Formate angeboten,
die den Eventcharakter zusätzlich stärken.
Langfristige Perspektive bis 2030
Die Talent Days Bodensee sind von Beginn an als langfristig angelegte Veranstaltungsreihe konzipiert.
Bereits 2028 ist eine zweite Ausgabe in Bregenz vorgesehen. Ab 2030 soll das Format für weitere
Austragungsorte innerhalb der Bodenseeregion geöffnet werden.
Durch die Kofinanzierung im Rahmen von INTERREG – Europäische territoriale Zusammenarbeit wird
zusätzlich der europäische Integrationsgedanke sichtbar in das Projekt eingebunden. Damit
positionieren sich die Talent Days Bodensee nicht nur als Sportevent, sondern als strategische
Plattform für Jugendförderung, regionale Vernetzung und europäische Kooperation.